Donnerstag, 8. Februar 2024

Niden Div. 187 - Impergium

 

 

 

 

 

 

 










NIDEN DIV. 187 aus Schweden veröffentlichten 1997 eines der kompromisslosesten und hasserfülltesten Black-Metal-Alben der 90er-Jahre: Impergium. Dabei findet man im Line-up Musiker von DAWN, REGURGITATE oder sogar IN FLAMES, ohne jedoch auch nur an diese Bands zu denken, wenn man diesem infernalischen Sturm primitivster Black-Metal-Kunst lauscht.

26 Minuten lang wird gnadenlos geknüppelt und gesägt, dabei gibt es kaum ruhige Momente, und der fantastisch minimale Sound unterstützt die berserkerhafte Stimmung hervorragend. Staubtrockenes Drumming (besonders die prägnante Snare), gnadenlose Riffs und ein keifender Kreischgesang bilden das Fundament dieses schwarzen Bollwerks.

Teilweise erinnert Impergium sogar an IMMORTALs „weißes Album“, was besonders an dem maschinell klingenden Drumsound liegt. Erstaunlich ist auch, wie NIDEN DIV. 187 es schaffen, in dem gnadenlosen Geprügel immer wieder leicht hymnische Melodien und packende Hooklines einzufügen.

Musikalisch ist Impergium mit kaum einem anderen Black-Metal-Werk zu vergleichen; allein der spezielle Sound betont die starke Eigennote der Band. Das typisch Schwedische lässt sich jedoch sofort heraushören, auch wenn NIDEN DIV. 187 abwechslungsreicher und intensiver prügeln als zum Beispiel DARK FUNERAL und dabei nicht die Melodien in den Vordergrund stellen.

Auch die peitschenden Riffs sind sehr abwechslungsreich und teilweise gewöhnungsbedürftig, und die leicht hymnische Aura auf dem Album lässt Impergium aus der Masse der Knüppelorgien made in Sweden herausstechen. Was Bands wie spätere MARDUK, DARK FUNERAL oder SETHERIAL bis zum Erbrechen wiederholten, erreichten NIDEN DIV. 187 bereits mit nur einem Album – gnadenlose Brutalität auf das Nötigste reduziert und überzeugend dargeboten.

Wer etwas auf die genannten Bands hält, sollte sich unbedingt mit diesem Album beschäftigen.

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