Wie klingt es wohl, wenn man mit einem (Krause)DUO mit 34 mph durch die Mojave-Wüste donnert? Kyuss, die Stoner Rock-Legende schlechthin, haben mit ihren letzten drei von insgesamt vier Studioalben unantastbare Legenden der Hitzewellen-Musik erschaffen. Es gibt keine andere Band, die den Zeitgeist der frühen Black Sabbath so perfekt und dennoch mit einer ganz eigenen Marke in die Neunziger transformierte und dabei so cool und mitreißend klang, wie es Kyuss auf ihren drei Momenten der Lust taten.
Dabei ist Welcome to Sky Valley noch mal von allem so viel mehr und mehr und mehr. Wichtigstes und berauschendstes Brandzeichen im Sound von Kyuss – und bei Welcome to Sky Valley eine ganz eigene Hausnummer – ist der staubtrockene Druck im Hirn namens Josh Homme-Gitarrensound, welcher kongenial von Scott Reeders verschlingender Bassbalz begattet wird.
Und jetzt stellt man sich mal für ein paar Minuten vor, dass es das schon war, keine weiteren Instrumente. Denn bereits das allein ist die Essenz, die Soundkrypta von Kyuss. Die monströse Vereinigung von Wüstenriffs und Staubbrummen wurde mir auf keinem anderen Album so konsequent und authentisch um die Ohren gezwiebelt wie hier, wo Homme und Reeder abziehen. Hinzu kommt natürlich auch der fantastische, schweißtreibende Brant Bjork-Beat an den Dampfkesseln und der formidable Geckogesang von John Garcia, die die Songs atmen lassen. Supa Scoopa and Mighty Scoop, Demon Cleaner, Gardenia, 100°, Asteroid, Conan Troutman oder Whitewater sind Stopfsongs, vollgepresst mit Sand, Sonne und Trockenheit, und verwandeln meine Knochen in porös-brüchige Materie.
In seiner eigen- und einzigartigen Soundästhetik ist Welcome to Sky Valley vielleicht sogar das kultigste Rockalbum der letzten 20 Jahre.
Freitag, 23. Februar 2018
Kyuss - Welcome To Sky Valley
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